Mehlschwalben

Erwiesener Maßen ist das Aufstellen von sog. Schwalbenhäusern als Nisthilfe für Mehlchwalben eine Maßnahme, die bereits viele NABU- und sonstige Naturschutzgruppen im Kreis Gießen getroffen haben.
Wer einen Fachmann zu Rate ziehen will, sei auf die
  NABU-HOMEPAGE W e t t e n b e r g hingewiesen.

Mehlschwalbe bei Nestbau
Mehlschwalben-Statistik Rodheim-Bieber und Vetzberg
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Jahr Anzahl
Nester davon belegt
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1989 225 150
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1990 240 170
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1991 252 155
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1992 221 158
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1993 211 135
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1994 220 110
(inkl. 35 Kunstnester)
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1995 195 135
KN wie Vorjahr
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1996 175 129
(inkl. 37 Kunstnester)
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1997 149 93
(inkl. 48 Kunstnester)
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1998 146
(inkl. 63 Kunstnester) 73
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1999 116 68
(inkl.69 Kunstnester)
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2000 123 59
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2001 105 59
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T r e n d gegenüber den Vorjahren
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Jahr Anzahl Nester
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1989 225

1990 240 + 15
 
1991 252 + 12
 
1992 221 - 31
 
1993 211 - 10
 
1994 220 (37 KN) + 9
 
1995 195 ( -"- ) - 25
 
1996 175 ( -"- ) - 20
 
1997 149 (48 KN) - 26
 
1998 146 (63 KN) - 3 (aber +15 KN!)
 
1999 116 (69 KN) - 30 (aber + 6 KN!)

2000 123 + 7 (3 Natur/4 KN)
 
2001 105   - 16  (starker Verlust von Naturnestern!)
 
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Zählung der Mehlschwalben in Rodheim-Bieber und Vetzberg am 18.7.2000
Trauriger Minus-Rekord bei den Mehlschwalben.
Der Vogelschutzbeauftragte für Rodheim-Bieber und Vetzberg, Karl Herrmann,
hat vor kurzem das Ergebnis der diesjährigen Mehlschwalben-Zählung in
diesen Ortsteilen vorgelegt. Dank der Zunahme an Kunstnestern ist die
Anzahl der Mehlschwalben-Nester - sie befinden sich immer an Außenwänden -
von 116 im Vorjahr auf inzwischen 123 gestiegen, wobei erstaunlicher Weise
zwei bis drei Nester von Schwalbenpaaren neu erbaut worden sind. Letzteres
trifft allerdings nur auf die Bachnähe zu. Der Bestand an Brutpaaren ist
trotzdem von 69 auf 59 abgesunken, was sicherlich auch mit dem nasskalten
Sommer zusammenhängt. Und von den jetzt noch anzutreffenden Zweitbruten
werden vermutlich noch etliche Jungvögel nicht überleben.
Der fortschreitende Zerfall von Naturnestern ist unaufhaltsam, da vor allem
Baumaterial in Form von Lehmpfützen fehlt. Leider werden potentielle Nist-
plätze für die "Glücksbringer unter den Vögeln" immer wieder durch Flatter-
bänder oder Neuputz an Hauswänden zu nichte gemacht. Im Schwalbenhaus am
"Bullenstall" haben sich noch immer keine Mehlschwalben zum Brutgeschäft
entschließen können, wenn auch ein "zweifelhafter Bruterfolg" vorliegt: Ein
Paar Haussperlinge ist eingezogen.
Zum Schluss noch der Hinweis, dass die Biebertaler Beauftragten der Vogel-
schutzwarte Frankfurt kostenlos Kunstnester abgeben.

 

Zählung der Mehlschwalben in Rodheim-Bieber und Vetzberg              am 12.7.2001

Rapider Verlust von Naturnestern bei Mehlschwalben

Zufall oder nicht, sagt Karl Herrmann, der Vogelschutzbeauftragte für

Rodheim-Bieber und Vetzberg, nachdem er die diesjährige Mehlschwalben-

Zählung abgeschlossen hat: Die Anzahl der Brutpaare ist exakt dieselbe

wie im Vorjahr, nämlich 59! Im Jahre 2000 bedeutete dieses Ergebnis

traurigen Minus-Rekord, berichtet der engagierte Vogelschützer weiter;

dieser setzt sich in diesem Jahr fort, da die Anzahl von Naturnestern

rapide abgenommen hat, so dass nun nur noch 105 Nester – überwiegend

künstlich hergestellt – als Brutplätze vorhanden sind, also um 20 verringert.

Das Verhältnis Kunst- zu Naturnestern beträt inzwischen 70:30. Da den

Mehlschwalben für die Reparatur bzw. den Nestneubau kein geeignetes

Baumaterial mehr zur Verfügung steht – es gibt keine Lehmpfützen mehr

in der Gemarkung – ist absehbar, wann nur noch die künstlichen Nisthilfen

für das alljährliche Brutgeschehen zur Verfügung stehen werden.Lediglich

ein einziger beginnender Neubau eines Schwalbenpaares war bei der Kontrolle

zu beobachten, so Karl Herrmann, der sich besonders darüber freute, dass

ihm ein Pferdebesitzer in der Mühlecke 1 ein Rauchschwalben-Nest mit

vier Jungen präsentierte, welches erst in diesem Jahr in der Nähe des

vorjährigen Nistplatzes „aus reinem Pferdemist" erbaut worden ist.

Zum Schluss noch der Hinweis, dass die Biebertaler Beauftragten der

Vogelschutzwarte Frankfurt dank der Unterstützung durch die Gemeinde

kostenlos Kunstnester an Interessierte abgeben.

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